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Abschlussprüfung QB Gehölzschnitt bestanden

Posted on 09.01.2019 by
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Abschlussprüfung QB Gehölzschnitt bestanden Von September bis Dezember haben die Prüflinge des GaLa-Teams bei Impuls Kempen „geackert“. Das Lernen hat sich gelohnt. Nun können sie über ein Zertifikat „Gehölzschnitt“ für die Bewerbungsmappe stolz sein und ihren Qualifizierungsbaustein. Erfolgreich angeleitet und vorbereitet auf den Prüfungstag wurden sie von ihrem Gruppen- und Bildungsbegleiter Markus Drieschner. Bereits zum vierten Mal konnte ein weiterer Qualifizierungsbaustein zusammen mit der Landwirtschaftskammer NRW übergeben werden. Eine Frau und drei Männer stellten sich für die Abschlussprüfung mit einem externen Prüfer der Kammer. Das war aufregend. Dank guter Vorbereitung sind alle gut durchgekommen.

Motivation und Vorbereitung auf neue Job-Chancen
Seit 2016 hat das HPZ die sogenannten Qualifizierungsbausteine für motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgreich eingeführt. Das Projekt ist zunächst im Bereich GaLa (Garten- und Landschaftspflege) in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Nordrheinwestfalen ans Laufen gebracht worden. Um ein Zertifikat eines QB (Abkürzung für: Qualifizierungsbausteins) zu erhalten, muss man bereit sein sich in Theorie und Praxis zu schulen. Das heißt: die Prüflinge mussten zunächst mit Markus Drieschner viel im Unterricht zum Thema Gehölzschnitt lernen. Das Gelernte musste dann von jedem Teilnehmer täglich in einem Berichtsheft aufgeschrieben werden. Dieser Stoff musste dann auch gelernt werden. Das Gelernte wurde dann in der Praxis direkt umgesetzt und mehrfach geübt. Insgesamt 3 Monate hatten die Prüflinge Zeit. Am 12.12.2018 wurde im Dabeisein eines externen Prüfers, der extra von der Landwirtschaftskammer NRW zum HPZ gekommen war, die Abschlussprüfung abgelegt. Ebenfalls in Theorie und Praxis. Zuerst mussten sie in 15 bis 20 Minuten ihr praktisches Können zeigen. Anschließend gab es ein Fachgespräch. Da mussten sie und ihr Ausbilder Markus Drieschner Nerven beweisen. „Alle waren ja super vorbereitet. Trotzdem bin ich, glaube ich, am aufgeregtesten. So eine Prüfung ist eine außergewöhnliche Situation. Jetzt bin ich natürlich megastolz, dass es alle geschafft haben.“

Das Lernen lernen
Das Erfolgserlebnis mit den QBs wirkt sich auf die Prüflinge positiv aus. Frank Büttgenbach-Maaßen, Abteilungsleiter für Rehabilitation bei Impuls, und zuständig für das Projekt bestätigt dies. „Es ist großartig zu erleben, welchen Entwicklungsschub die bestandenen QBs den MitarbeiterInnen geben. Das ist wie ein Ruck.“ Für die beruflichen Perspektiven des Einzelnen kann der QB zudem einen wichtigen Meilenstein setzen für eine Bewerbung in Betrieben des ersten Arbeitsmarktes oder für einen Außenarbeitsplatz. Vorausgesetzt immer, dass der Prüfling eine Motivation dafür hat.
Herbert Inderhees, 57 Jahre, einer der Prüflinge sagt: „Mir bedeutet es sehr viel für mein Selbstwertgefühl. Ich habe gelernt, mich konzentriert und es geschafft. Da sieht man sich wieder ganz anders im Spiegel an.“ Neben der fachlichen Qualifikation in ihrem Arbeitsbereich lernen die Prüflinge in den drei Monaten ihrer Ausbildung „so ganz nebenbei“ jede Menge über Lerntechniken, Konzentration, aber auch über den Umgang mit ihren Prüfungsängsten. Markus Drieschner ist dabei Coach und Ansprechpartner für gelingendes Lernen. Er passt auf, dass der Stress nicht zu stark wird.
Die bestandene Prüfung wird im HPZ mit einer extra Feierstunde gefeiert. Dabei wird das ersehnte Zertifikat ausgehändigt. „Das ist wie Weihnachten.“, schwärmt Herr Dettmann.

Mehr QBs im HPZ als Chancen zum Weiterkommen
Alexander Schmanke, Geschäftsleiter Rehabilitation und stellvertretender HPZ-Geschäftsführer ist bereits dabei, das bewährte Prinzip der QBs auch für andere Arbeitsbereiche zusammen mit anderen externen Partnern, wie z. B. der IHK, umsetzen. Neben GaLa und Hauswirtschaft sollen bald noch weitere QBs folgen. „Damit Motivierte mit den Qualifzierungsbausteinen ein Stück an ihrer eigenen Karriere bauen können. Gleichzeitig ist das Zusammenspiel mit einem externen Partner eine gute Art, die eigene Arbeit unter einem anderen Blickwinkel zu sehen. Auch ist es für uns immer ein Ansporn, unsere MitarbeiterInnen fit für die Inklusion zu machen“, sagt Schmanke.

 

Wer mehr wissen möchte:
Was sind eigentlich Qualifizierungsbausteine?

Qualifizierungsbausteine sind inhaltlich und zeitlich abgegrenzte Lerneinheiten in der Vorbereitung einer Berufsausbildung. Sie beschreiben Fähigkeiten und Wissen, über die jemand verfügt, wenn sie/er den Baustein erfolgreich abgeschlossen hat.

Was sind die Anforderungen an einen Qualifizierungsbaustein?

Sie

·         müssen zur Ausübung einer Tätigkeit befähigen,

·         Teil einer Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf oder einer gleichwertigen Berufsausbildung ist.

·         stellen einen verbindlichen Bezug her zu Fertigkeiten und Kenntnissen im Ausbildungsrahmenplan eines anerkannten Ausbildungsberufs

·         entsprechen den Ausbildungsinhalten einer gleichwertigen Berufsausbildung.

·         müssen von den Teilnehmenden durch eine Leistungsüberprüfung abgeschlossen werden

·         müssen eine Ausbildungszeit von 140 bis höchstens 420 Zeitstunden nachweisen

HPZ/Impuls bietet QB’s als berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen an. Die Qualifizierungsbausteine werden passend zu unseren Bildungskonzepten entwickelt. Dazu muss ein Kooperationspartner gefunden und anschließend ein Antrag auf Bewilligung gestellt werden. Wenn alle Anforderungen erfüllt sind kommt das „grüne Licht“ von der zuständigen Stelle  - z. B. der Landwirtschaftkammer, der IHK oder den Handwerkskammern. Die Entwicklung und Bestätigung der Qualifizierungsbausteine ist durch die Berufsausbildungsvorbereitungs-Bescheinigungsverordnung (BAVBVO) geregelt.

 

 

Mehr Infos zu den Qualifizierungsbausteinen:
https://www.ueberaus.de/wws/qualifizierungsbausteine.php